Partnerschaft mit Luware für Teams direct routing

Neue Partnerschaft mit Luware: Wir freuen uns die Partnerschaft mit Luware bekannt zu geben. Mit Luware haben wir einen Schweizer Partner gefunden, welcher über jahrelange Erfahrung in der Enterprise Kommunikation verfügt. Speziell im Microsoft Umfeld von Lync/Skype und Teams. Als Microsoft «Teams direct routing» Anbieter der ersten Stunde, sind wir stets bemüht unser Ökosystem zu erweitern.

Durch die Partnerschaft mit Luware, bieten wir unseren Kunden eine noch grössere Vielfalt an Lösungsvarianten und Einsatzmöglichkeiten. Insbesondere wenn es um den Einsatz von Microsoft «Teams direct routing» als Telefonielösung geht. Mit der neuen Partnerschaft mit Luware sind wir in der Lage auch weitergehende und komplexere Bedürfnisse im Bereich der Telefonie, sowie eine Vielzahl von Szenarien und Anforderungen aus dem Telefoniealltag abzudecken.

Zu Luware’s Portfolio gehören Lösungen für das Call routing, Contact Center Tools, Vermittlerlösungen (Rezeptionisten Arbeitsplätze) sowie Audio Recording. Beispiele von Lösungen sind Stratus Team, Stratus Agent und Stratus Switchboard. Weitere Infos finden Sie auf https://www.luware.com.

Dass sagt LuWare über sich selbst: Wir lieben, was wir tun: Entwicklung von Software für aussergewöhnlichen Kundenservice. Angeführt von den Bedürfnissen unserer Kunden, verwaltet von unseren Gründern: Wir sind über 80 Luwarians in der Schweiz, Großbritannien, Deutschland, den USA und Weißrussland mit einer Leidenschaft für moderne Technologie und exzellenten Kundenservice. In enger Partnerschaft mit Microsoft erweitern wir ihre Kommunikationsplattformen, um Mitarbeiter und Kunden über alle Kanäle hinweg zu verbinden. Mit fast 10 Jahren Erfahrung in der Softwareentwicklung und im Kundenservice unterstützen wir unsere Kunden weltweit dabei, ihre Kundenerlebnisse aktiv zu gestalten.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Für Fragen zu den Lösungen von Luware stehe wir gerne zur Verfügung.

Globales Teams direct routing deployment

Es ist nicht neu, dass internationale Unternehmen schon lange die Möglichkeit haben, Microsoft «Calling Plans» zu nutzten. Das heisst konkret, dass in diesem Fall Microsoft der Telefonie Provider ist und die Telefonnummern entweder von Microsoft bezogen oder zu Microsoft portiert werden. Microsoft bietet diese Möglichkeit aber nicht in allen Ländern an. Für Unternehmen, welche in verschiedenen Ländern tätig sind, besteht allerdings die Möglichkeit die beiden Services «Teams direct routing» and «Calling Plans» zu kombinieren. Wer seine moderne Telefonie Architektur, vor allem aus administrativer Sicht, möglichst einfach halten will, der sollte sich auf jeden Fall auch Gedanken dazu machen, nur «Teams direct routing» einzusetzen. Wir durften dies für unseren Kunden Synpulse, eine weltweit tätige Management Consulting Firma mit über 500 Mitarbeitern umsetzen. Wie wir das realisiert haben, wollen wir Ihnen in diesem Blog Beitrag «Globales Teams direct routing deployment» zeigen.

Zuerst möchte ich aber nochmals ganz kurz auf die Verfügbarkeit von Microsoft «Calling Plans» eingehen. «Calling Plans» können in folgenden Ländern erworben werden.

  • Belgium
  • Canada
  • France
  • Germany
  • Ireland
  • Puerto Rico
  • Netherlands
  • Spain
  • United Kingdom
  • United States

Quelle: Microsoft Docs, Stand: 10.12.2019

Ausgangslage

Synpulse hat vor der Migration Lync 2013 inkl. Enterprise Voice (PSTN Connectivity) eingesetzt, wobei die Server von einem externen, Schweizer Hosting Provider, betrieben wurden. Diese Konstellation hat einige Knackpunkte mit sich gebracht. Da der Service eingekauft wurde, war es nicht möglich, diese Infrastruktur auf Skype for Business 2015 zu aktualisieren und eine Hybrid-Stellung einzurichten. Somit kamen nur folgende Migrationsszenarien in Frage:

  • ein dedizierte Skype for Business Server Umgebung bauen,
  • Skype for Business Cloud Connector Edition einsetzen oder
  • eine Cut-Over Migration zu Teams direct routing zu machen.

Geografische Challenge

Die bisherige Lösung wurde zentral in der Schweiz betrieben, d.h. alle PSTN und Lync internen Anrufe liefen über die Schweiz, egal ob ein Anruf aus den USA, aus Asien oder Europa abgesetzt wurde. Somit waren also nicht nur Anrufe, sondern auch Online Meetings und Audiokonferenzen von geografisch bedingten Latenzen betroffen. Diesem Problem wollten wir mit der Migration zur Teams direct routing Architektur unbedingt entgegenwirken.

Evaluation

Synpulse verfolgt eine Cloud Strategie, daher wurden Skype for Business Server oder die Cloud Connector Edition aufgrund der notwendigen On-Premises Infrastruktur verworfen. Es gibt zwar eine Handvoll Anbieter, welche CCE als Hosted Lösung verkaufen, Microsoft schreibt aber gemäss der offiziellen Dokumentation immer noch dedizierte Hardware vor und unterstützt keine Virtualisierung. Dazu kommt noch, dass Skype for Business Cloud Connector Edition bzw. Skype for Business Online per Ende Juli 2021 abgekündigt wird. Somit blieb eigentlich nur noch ein globales Deployment von Microsoft «Teams Direct Routing» übrig.

Doch wie rollt man dies global aus? Gibt es globale «Teams direct routing» Service Provider welche auch Breakouts in allen Weltregionen anbieten, statt nur Nummern aus den jeweiligen Ländern? Diese Frage haben wir uns auch gestellt und sind dabei auf Pure-IP gestossen. Ein Voice und Internet Anbieter mit Standorten in den USA, England und Neuseeland. Pure-IP war übrigens auch einer der wenigen Providern, welcher die Skype for Business Cloud Connector Edition als hosted Service angeboten hat.

Technisches Design

Pure-IP betreibt eine globale Infrastruktur mit Session Border Controller (SBCs) in allen Weltregionen auf 11 Data Center verteilt. Anstelle von nur einem zentralen Server und lokalem Breakout ins öffentliche Telefonnetz in der Schweiz hat Synpulse neu pro relevanter Weltregion (USA, Asien und Europa) je 2 SBCs. Microsoft Teams hingegen ist ohnehin schon eine Cloudlösung, bei welcher die interne Kommunikation über den globalen Backbone von Azure läuft.

Office 365 datacenters and Pure-IP SBC locations for Teams direct routing

Grafik: Auszug der Weltkarte mit Office Standorten, SBC Standorten und Ländern in welcher Office 365 / Azure Data Center verfügbar sind.

Rufnummern

Pure-IP kann in allen Ländern in welchen Synpulse tätig ist, inkl. Hong Kong, Singapur und Manila, Telefonnummern bereitstellen und via SIP Trunk und SBC zu Microsoft Phone System routen.

Ausgehende Anrufe

Ausgehende Anrufe werden via konfigurierten PSTN Usages und Voice Routing Policies gesteuert, so dass jeder User immer über den entsprechenden bzw. den geografisch nächstgelegenen SBC geroutet wird. Die Voice Routing Policy wiederum wird bei der Provisionierung automatisch via Office 365 Usage Location bestimmt.

DNS Records

Eine Migration der Skype for Business User von einem externen Hosting Provider zu Office 365 bringt auch Änderungen der DNS-Zone mit sich. Logischerweise haben die DNS Records immer noch auf den Lync Hosting Server gezeigt, was im Prinzip auch den Nutzen des Islands Modus verhindert hat. Beim Island Modus werden Skype for Business und Teams parallel eingesetzt und die Benutzer können sich entscheiden, welchen Client sie benutzen wollen. Dies funktioniert aber nur, wenn die DNS Records auch auf Skype for Business Online zeigen. Am Tag X haben wir also die DNS Records auf Office 365 umgestellt, so dass im Prinzip eine Anmeldung bei der alten Lync Umgebung nicht mehr möglich war. Doch was, wenn etwas schief geht? Hatten wir einen Backup Plan? Klar hatten wir das. Es ist tatsächlich möglich, den lyncdiscover zu umgehen und im Skype for Business Client einen benutzerdefinierten Server anzugeben.

SfB Advanced Connection Settings

Hinweis: die Domains sind anonymisiert und erfunden. Sie dienen nur als Beispiel.

User Provisioning

Die Provisionierung der Benutzer erfolgt automatisch via scheduled PowerShell Script. Damit das Script seinen Job ausführt, müssen einige Anforderungen erfüllt sein.

Die IT-Abteilung erfasst den User und vergibt eine freie Telefonnummer. Damit es keine Fehler bei der Nummer Zuweisung gibt, liest das Provisioning Tool zuerst alle bereits vergebenen Nummern aus Office 365 aus und vergleicht diese mit den beim Provider eingekauften Nummern. So werden beim Erfassen nur unbenutzte Nummern zur Auswahl angeboten. Aufgrund der Azure AD Gruppenmitgliedschaft werden dann die entsprechenden Lizenzen zugewiesen (z.B. E3 + Phone System und Audio Conferencing). Danach kommt das Provisioning Script zum Zuge und prüft den effektiven Provisioning Status der Lizenz. Ist dieser erfolgreich, wird automatisch Enterprise Voice aktiviert, die Nummer aus Azure AD, die entsprechende Voice Routing Policy, die benutzerdefinierte Meeting Policy, die benutzerdefinierte Audio Konferenznummer zugewiesen und ein Upgrade des Users auf Teams Only ausgeführt.

Provisioning Tool

Grafik: Das Provisioning Tool liest die freien Nummern aus und zeigt anschliessend eine Auswahl an. Filtern ist auch möglich.

Audio Konferenzen

Microsoft bietet in nahezu allen Ländern eine Conference Bridge, welche das Einwählen per Telefon zum jeweiligen Lokaltarif ermöglicht. Die Standard Conference Bridges können jedoch nicht angepasst werden was die Standardsprache für das Voice Menu betrifft. Viele Unternehmen setzen aber Englisch als Konzernsprache ein. Damit wir auch dieses Problem lösen konnten, haben wir pro Land eine neue Service Nummer erworben und dann einer Conference Bridge zugewiesen. Auf diese Weise konnten wir pro Land Englisch als Standardsprache und die Landessprache als zweite Wahl definieren.

Conference Bridge

Grafik: Den Unterschied der beiden Nummern erkennt man am «Type». Dedicated Nummern sind Nummern, welche nur in Meeting Einladungen von diesem Tenant benutzt werden. Bei dieser Nummer ist die Standardsprache Deutsch, obwohl es eine Nummer aus Gross Britannien ist. Hinweis: Es handelt sich um Beispielnummern.

Ein User hat immer eine Standard Nummer für Audio Konferenzen, welche direkt in der Einladung angezeigt wird. Durch Anklicken des Links «Lokale Nummern» in der Einladung, wird der User auf die entsprechende Liste mit allen für diesen Tenant verfügbaren Nummern weitergeleitet. Dort werden dann beide, also die Shared und die Dedicated Nummer mit dem entsprechenden Vermerk auf die Standard Sprache zur Auswahl angeboten. Somit funktioniert dies auch, wenn das Land aus welchem sich der Empfänger einwählen möchte nicht mit der Standard Konferenznummer des Senders übereinstimmt.

Meeting Invite

Grafik: Hier sieht man die Meeting Einladung, welche eine Schweizer Nummer enthält.
Bonus Tipp: Der Link enthält auch gleich die Konferenz ID, wenn man den Link auf dem Handy anklickt, wird die ID automatisch via DTMF eingegeben: tel:+41434348572,,810669331#

Conference Bridges Languages

Grafik: Bei der Auswahl der lokalen Nummern erscheinen dann beide Nummern für UK mit verschiedenen Sprachen des Sprach Menus.

Meeting Policies

Microsoft Teams Meetings haben standardmässig eine Lobby aktiviert. D.h. externe Teilnehmer müssen zuerst zu einer Besprechung zugelassen werden. Wer nun von Skype for Business kommt, stört sich evtl. ab diesem Feature und möchte dieses lieber wieder deaktivieren. Dies haben wir anhand einer benutzerdefinierten Meeting Policy bewerkstelligt, welche ebenfalls wie bereits weiter oben erwähnt, während dem Provisioning Prozess jedem User zugewiesen wird.

Meeting Lobby Settings

Grafik: Optionen zum Deaktivieren der Lobby

Telefon Zentralen

Bis anhin haben wir nur über einzelne User und direkt Nummern gesprochen. Doch was ist mit Hauptnummern, Telefonzentralen und Voicemail? Kann Teams das? Die Antwort darauf ist abhängig, was Ihre Anforderungen an eine moderne Cloud basierte Telefonzentrale sind. Wenn man von Skype for Business auf Teams migriert, würde ich sagen, ja.

Als wir mit der Vorbereitung der Migration begonnen hatten, wurden die Auto Attendants und Call Queues noch im Skype for Business Admin Center (Legacy Portal) verwaltet und benötigten ein User Objekt im lokalen AD. Zusätzlich war es noch nicht möglich eine Nummer des SIP Providers direkt einem Auto Attendant oder einer Call Queue zuzuweisen. Im Verlauf der Migration wurden dann die neue Version der Auto Attendants und Call Queues veröffentlicht, welche auf dem Azure Bot Service basiert. Kurzerhand haben wir dann reagiert und auf die neuen Versionen umgestellt inkl. Zuweisung der Pure-IP Nummern. Neu verwenden diese Services einen Resource Account, welcher kein On-Prem Pendant mehr voraussetzt, ein willkommenes Upgrade.

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten und Feiertage werden pro Standort via Auto Attendant gesteuert. Während den Öffnungszeiten werden eingehende Anrufe via Call Queue an die entsprechenden Call Agents verteilt. Zu Beginn wurden die Agents noch exklusiv via Azure AD Gruppe einer Call Queue hinzugefügt. Seit kurzem ist es aber auch möglich einzelne User direkt via TAC (Teams Admin Center) einer Call Queue hinzuzufügen. Pro Call Queue kann definiert werden, ob Agents die Möglichkeit haben, sich von der Queue abzumelden. Das An- und Abmelden von Call Queues ist nun auch direkt via Teams Client möglich und muss nicht mehr mühsam via aka.ms/cqsettings gemacht werden.

Call Queue Opt-In

Grafik: Call Queue Steuerung direkt in den Anrufeinstellungen des Teams Clients. Die obere Call Queue lässt eine Abmeldung von Agents zu, die untere nicht, deshalb gibt es dort auch keinen Toggle Switch.

Hotline

Zusätzlich zu den externen Hauptnummern haben wir eine Call Queue für die IT-Service Desk Hotline eingerichtet. Eine Call Queue (Warteschleife) funktioniert nach dem FIFO (First In First Out) Prinzip. D.h. konkret, dass jeweils nur immer ein Anruf aufs Mal signalisiert wird. Sobald wieder ein Agent frei ist, wird der nächste Anruf signalisiert. Die Queue wird dann von oben nach unten abgearbeitet, so dass jeweils immer der Anrufer mit der längsten Wartezeit als nächster an die Reihe kommt.

Fazit

Dank Microsoft Teams Direct Routing hat Synpulse nun eine zukunftssichere, Cloud basierte und sich stetig weiterentwickelnde Telefonie Lösung. Pure-IP hat uns ermöglicht die Lösung komplett als Service einzukaufen, ohne dass wir selbst SBCs in der ganzen Welt verteilt deployen mussten oder unzählige Verträge mit verschiedenen, lokalen Voice over IP Anbietern abschliessen mussten. Der Schmerzpunkt mit der zentralen Infrastruktur und den damit verbundenen Internet Latenzen ist ebenfalls vom Tisch und auch der Administrative Aufwand hat sich stark verringert, da die Skype for Business User nicht mehr in einem separaten Portal gepflegt werden müssen.

Trotzdem gibt es immer noch einige Stolpersteine. Da vor der Migration ein Hosting Dienst eines Drittanbieters eingesetzt wurde, enthielten alle Skype for Business Meetings auch Links mit dessen Hosting Domain. Daher war es leider nicht möglich den von Microsoft angebotenen Meeting Migration Service zu nutzen. Die User mussten alle Ihre geplanten und wiederkehrenden Skype for Business Meetings neu in Teams erstellen. Ein Kompromiss mit welchem wir leben mussten. Bestehendes Meeting Room Equipment wie Poly Trio 8800 konnte zwar auf eine für Teams zertifizierte Firmware aktualisiert und weiterverwendet werden, bietet aber noch lange nicht dasselbe Feature-Set und die Stabilität wie das Skype for Business Pendant. Insbesondere ist das Poly Trio Visual + nicht mehr mit Teams kompatibel und selbst die neuen Microsoft Teams Room Systems lassen für ihren stolzen Preis noch so einige Wünsche offen.

Teams entwickelt sich aber stetig weiter und hat während der Migration wie auch während dem produktiven Betrieb bereits mehrfach bewiesen, dass sich das Feature Set und die User Experience laufend verbessern. Das jüngste Beispiel dazu wäre wohl die Native Teams Federation, welche vor einigen Monaten ausgerollt wurde. Bis anhin liefen Chats und Anrufe zwischen zwei Teams Clients, welche sich in verschiedenen Tenants befanden via Skype for Business Interop Gateway mit eingeschränkten Features.

Native Federation

Grafik: Neu stehen in Federated Chats auch Funktionen wie Rich Text Editing, Emojis und ja, sogar auch Gifs (falls aktiviert) zur Verfügung.

Wir möchten uns bei Synpulse ganz herzlich für das in uns gesetzte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit bedanken. Eine Kundenreferenzaussage ist auf Anfrage erhältlich.

AAD Connect Cloud Provisioning

Generelles zu Identitäten

AAD Connect Cloud Provisioning – Die Nutzung von Office 365- oder Azure-Diensten basiert auf Identitäten und Benutzer können sich damit authentifizieren bzw. autorisieren. Der häufigste «Identity Provider» ist Microsoft Active Directory. So kann man sich an lokalen Ressourcen, wie z.B. File- oder Mail-Servern anmelden. Ähnlich verbreitet ist der Synchronisations-Mechanismus vom Active Directory (ADS) ins Azure Active Directory (AAD) mit Azure Active Directory Connect (AADC). Implementation und Nutzung von AADC erfordert keinen Doktortitel und selbst komplexere AD-Strukturen lassen sich mit AADC in einen Azure AD Tennant synchronisieren. Haupt-Voraussetzung dazu sind Netzwerk-Konnektivität:

  • vom AADC-Server ins Internet via Port 443
  • zwischen dem AADC-Server und den jeweiligen Active Directory Forest(s)

Wir leben in einer Welt, in welcher Firmenübernahmen an der Tagesordnung stehen. «Mergers & Acquisitions» beschreiben das bunte Treiben im Fachenglisch. Aus IT-Sicht generieren die Einkaufstouren der Unternehmen stets Integrations- oder Migrations-Projekte und auch hier stehen die Identitäten im Zentrum.

Azure AD Connect Cloud Provisioning

Mit der Einführung des Azure AD Connect Cloud Provisioning wird die Provisionierung von Identitäten aus losgelösten AD-Forests stark vereinfacht. Was heisst «losgelöster» AD-Forest? Ein Beispiel:

  • Firma A übernimmt Firma B
  • Beide Firmen betreiben je ein lokales Active Directory, welches weder über eine Netzwerkverbindung noch über einen AD-Trust verbunden ist (-> losgelöster AD-Forest 😊)
  • Firma A nutzt Office 365-Dienste und möchte diese Dienste der Firma B zur Verfügung stellenblankAus der Microsoft «Fantasie-Firmen-Terminologie» frei übersetzt
    • Firma A (contoso.com) betreibt eine AD Connect Instanz, welche die Identitäten der lokalen AD ins Azure AD synchronisiert um z.B. Office 365 zu nutzen
    • Firma B (fabrikam.com) kann, ohne ihr Active Directory mit Firma B zu verbinden mit «Azure AD Connect Cloud Provisioning» ihre Identitäten in den Azure AD-Tenant von Firma A synchronisieren. So können die Office 365-Dienste aus demselben Tenant genutzt werden.

    Die Integration von «AD Connect Cloud Provisioning» ist denkbar einfach (MS-Guidelines):

    • Auf einem Domain-joined Server von Firma B wird der «Azure AD Connect Provisioning Agent» aus dem Azure AD-Portal von Firma A heruntergeladen, installiert und konfiguriert
    • Im Azure Active Directory-Portal von Firma A, wird der installierte Agent verifiziert und danach wird die Konfiguration von «AD Connect Cloud Provisioning» aus dem Azure AD-Portal abgeschlossen (dieser Schritt beinhaltet auch das Filtering auf bestimme AD-Objekte)
    • Nach erfolgter Konfiguration, werden die Konten im Azure AD-Tennant von Firma A erstellt. Die Benutzer von Firma B können basierend auf der Office 365-Lizenzierung die Dienste nutzen und selbstverständlich innerhalb der Dienste mit den Mitarbeitern von Firma A kollaborieren

    Fazit & Limitationen

    • Azure AD Connect Cloud Provisioning eignet sich hervorragend zur Integration eigenständiger AD Forests. Dies ohne eine AD-Verbindung oder eine AD-Migration oder eine AADC-Re-Konfiguration.
    • Bestehende Azure AD Connect-Konfigurationen können parallel genutzt werden und müssen in der Regel nicht angepasst werden
    • Folgendes wird (Stand 12/2019) durch «Azure AD Connect Cloud Provisioning» nicht unterstützt (vollständige Liste)
      • Account- /Resource-Forest-Topologien – konkret / unser obiges Beispiel: besteht zwischen Firma A & Firma B ein AD-Trust und Firma B nutzt z.B. MS Exchange aus Firma A, kann «Azure AD Connect Cloud Provisioning» nicht eingesetzt werden
      • Exchange Hybrid – konkret / unser obiges Beispiel: nutzt Firma B Mailboxen unter MS Exchange, welche mit migriert werden sollen, so ist dies in Kombination mit «Azure AD Connect Cloud Provisioning» vorläufig nicht realisierbar
      • Write-Back-Funktionen (wird im Q1 oder Q2 2020 ins Produkt einfliessen)
      • Passthrough Authentication

TwinCap Kontakt Synch Office 365

TwinCap Kontakt Synch: Möchten Sie beispielsweise alle ihre Kundenkontakte aus ihrer CRM oder ERP Applikation innerhalb von Outlook (z.B. Kontakt mit Mail Adresse) oder Microsoft Teams (Telefonnummern) nutzen? Kein Problem – der TwinCap Kontakt Synch synchronisiert alle Ihre Daten (nach Ihren Wünschen) mit Office 365 und somit sind alle Kontaktdaten in der entsprechenden Client Applikationen nutzbar (siehe Abschnitt zum Thema Lizenzen für Details was benötigt wird).

Mit dem TwinCap Kontakt Synch bieten wir Ihnen eine hochflexible Lösung, wie Sie Ihre Kontaktdaten mit Office 365 synchronisieren können. Durch die Synchronisation sind diese Daten in allen Office Anwendungen (Outlook, Teams, Skype etc.) verfügbar, dies sowohl innerhalb der Desktop Anwendungen wie auch in den mobilen Apps.

Kann ich bestimmen, welche Benutzer welche Kontaktdaten bekommt?

  • Ja, Sie bestimmen anhand von dynamischen oder statischen Gruppen, welche Benutzer welche Kontaktdaten erhalten sollen

Braucht es einen Benutzer (Service Account) welcher ein Login mit Password und Rechte haben muss?

  • Es wird kein Account und damit auch kein direktes Passwort benötigt. Die Synchronisation erfolgt mit modernen Azure Apps, welche mit Keys arbeiten. Die Berechtigung ist minimiert auf die entsprechenden Bedürfnisse (Leserechte auf die minimalen Benutzer Attribute mit Gruppen Abfrage, Schreibrechte auf die Kontakt Objekte aller Benutzer)

Werden entsprechende Lizenzen dafür benötigt?

  • Der TwinCap Kontakt SynchKontakt Synch synchronisiert in die Outlook Kontakte jedes Benutzers und funktioniert mit jeder M365/O365 Lizenz
  • Um Kontakte von Outlook in Teams (Calling Tab) zu synchronisieren, benötigt es Teams Direct routing, respektive Enterprise Lizenzen (E1 / E3 + Phone System oder E5). Bei Business Lizenzen wird der Synch nach Teams noch nicht unterstützt.

In welcher Form müssen die Kontaktdaten bereitgestellt werden?

  • Die Kontaktdaten können in einer beliebigen kompatiblen Form bereitgestellt werden, z.B. SQL / Oracle DB, Azure AD, CSV, XML, TXT usw.
  • Es wird ein direkte Zugang übers Internet benötigt um auf ihre Daten zuzugreifen
  • Direkte Abfragen auf Datenbanken (SQL/Oracle etc.) erhöhen die Flexibilität

Wo läuft die Synchronisation?

  • Die Synchronisation läuft auf einem TwinCap First Azure Rechner auf Microsoft Azure (Holland/EU)
  • Der Zugang an die Source Daten muss durch den Kunden gewährleistet sein (Firewall / SQL Queries etc.)
  • Der Zugang an die Mailboxen erfolgt direkt via Office 365 Graph API

Kann ich meine Daten auch mit einer OnPrem Exchange Installation synchronisieren?

  • Dies ist leider nicht möglich. Es können nur Mailboxen synchronisiert werden, die innerhalb von Office 365 sind
  • Betreiben Sie eine hybride Installation, so können alle Mailboxen synchronisiert werden, welche sich auf Office 365 befinden

Kann ich die Kontakt Daten auch auf dem Mac benutzen?

  • Sie können die synchronisierten Daten sowohl auf Windows, Mac wie auch Linux benutzen. Am einfachsten erfolgt dies mit den Microsoft Client Applikationen Outlook und Teams. Die Nutzung ist jedoch auch mit Standard ActiveSync Clients möglich

Ich habe keine CRM-Datenbank, möchte aber alle Benutzer innerhalb der AD als Kontakte synchronisieren, ist dies möglich?

  • Dies ist vollumfänglich möglich. Da die Kontaktdaten (Telefonnummer, Adressen, Mail usw.) jedoch von der Azure AD und nicht von einer DB ausgelesen werden müssen, bedarf die Synchronisation zusätzlicher Rechte. Diese erweiterten Rechte werden auch auf der Azure App zugewiesen

Ich möchte, dass einzelne Abteilungen unterschiedliche Daten synchronisiert bekommen?

  • Diese Anforderung ist im Design schon fix implementiert. Die Steuerung erfolgt durch Gruppen Mitgliedschaften und kann vollumfänglich und autonom von Ihnen vorgenommen werden. Am effizientesten benutzt man sogenannte dynamische Gruppen

Sie sagen die Steuerung erfolgt durch Gruppen – wie müssen diese heissen?

  • Die Namensgebung der Gruppen obliegt komplett ihrer Wahl. Sie definieren den ‘Trigger’ und die Logik der Synchronisationsgruppen

Was, wen ein Benutzer Mitglied ist von mehr als einer Gruppe?

  • Ist ein Benutzer Mitglied von mehr als einer Gruppe, so werden die Kontakte von allen zugehörigen Gruppen synchronisiert

Wie sieht die Synchronisation für den Benutzer aus?

  • Der Benutzer sieht innerhalb seines ‘Kontakt’ Folders im Office365/Outlook alle synchronisierten Kontakte als ganz normale Kontakte. Sämtliche synchronisierten Kontakte haben zusätzlich eine Kategorie ‘ContactSync’ als Identifikationsmerkmal

Werden bestehende Kontakte bei den Benutzern gelöscht oder überschrieben?

  • Persönliche Benutzerkontakte werden weder gelöscht noch überschrieben. Es werden nur diejenigen Kontakte mit der Kategorie «ContactSync» mutiert

Zudem bieten wir auch die Möglichkeit auf Kundenwünsche einzugehen, z.B. eine two-way (multi master) Synchronisation oder spezielle «Kontaktfelder», können auf Wunsch eingebaut werden

Wie sieht es mit den Kosten aus?

  • Primär muss zwischen der «Erstinstallation/-Konfiguration» und den laufenden Kosten unterschieden werden. Die initiale Konfiguration hängt davon ab, welche Quellen und welche Komplexität vorliegt und welche «speziellen» Wünsche Sie haben und muss daher individuell offeriert werden. Die laufenden Kosten richten sich nach der Anzahl der Benutzer, welche synchronisiert werden. Der Preis pro Benutzer der synchronisiert wird, liegt bei CHF 1.-/Monat.

Der TwinCap Kontakt Synch ist eine einfache und verlässliche Lösung zur Kontakt Synchronisation.

Teams Telefonie aus einer Hand

Teams Telefonie aus einer Hand: Mit Microsoft Teams ins öffentliche Telefonie-Netz telefonieren, dies ist für unsere Kunden bereits seit 2018 Realität. Bisher brauchte es dazu immer einen Telekom Provider, respektive einen Drittanbieter, der den benötigten SIP Trunk und die Gesprächs-Abos zur Verfügung stellte.

Aufgrund zahlreicher Anfragen und einem oft geäusserten Bedürfnis nach einer Lösung aus einer Hand, haben wir uns entschlossen, diesem Wunsch nachzukommen.

Ab sofort bieten wir interessierten Kunden, zusätzlich zum bestehenden Angebot, eine «All-in-One» Teams Lösung an.

Die angebotenen Abo-Pakete beinhalten einerseits die Telekom Leistungen (SIP Trunk, Gesprächs Abos), die benötigten Gesprächskanäle (Sessions), sowie auch zusätzliche Support & Service Leistungen für Ihre Microsoft Teams Direct Routing Lösung. Auch die initiale Konfiguration und Installation der Teams Telefonie gehört zu unserem Angebot (nicht in den Abos enthalten).

Dadurch erhält der Kunde für alle Fragen rund um die Microsoft Teams Telefonie einen einzigen Ansprechpartner. Dies inkludiert sowohl Telekom Dienste, Office 365 Lizenzen, aber auch Dienstleistungen oder Betriebsunterstützung rund um Microsoft Office 365 und Teams.

Nebst unserem Full-Service Angebot «Teams Telefonie aus einer Hand», bieten wir auch weitere Leistungen aus unserem Microsoft Teams «Ökosystem», unter anderem:

  • Office 365 Lizenzen zu attraktiven Konditionen
  • Audiocodes Telefonapparate inklusive Zubehör und Add-Ons
  • Teams Rooms Devices (Poly, Yealink)
  • Kontakt Synch (Synchronisation von Adressen aus Ihrem ERP nach O365)
  • Support / Betrieb von Teams Lösungen
  • PowerApps für Teams
  • Integrationen externer Lösungen in Teams (klassische Zentralen im hybrid etc.)
  • Für grössere Kunden bieten wir auch Individuallösungen. Bitte kontaktieren Sie uns für mehr Informationen

Weitere Infos zum Angebot und auch die Möglichkeit Ihr individuelles Angebot zusammen zu stellen finden Sie hier: https://twincapfirst.ch/produkt-kategorie/abos/

Generelle Infos zur Microsoft Teams Telefonie finden Sie hier: https://twincapfirst.ch/teams-telefonie

Wieso ist ein Office 365 Backup sinnvoll?

Wieso ein Office 365 Backup sinnvoll? Cloud-Produktivitätsanwendungen wie Microsoft Office 365 sind in der heutigen mobilen und vernetzen Welt nicht mehr wegzudenken. Die Vorteile des einfachen Zugriffs auf Dokumente von jedem Gerät aus und die verbesserte Zusammenarbeit sind offensichtlich. Viele Unternehmen vertreten jedoch die Meinung, dass die Umstellung auf Office 365 bedeutet, dass ein Backup nicht mehr erforderlich ist. Laut einem aktuellen Bericht der Enterprise Strategy Group glaubt jedes vierte Unternehmen, dass es kein Backup von Office 365 durchführen muss.

Microsoft garantiert jedoch nicht die vollständige und schnelle Wiederherstellung gelöschter oder beschädigter Office 365-Daten. Vereinfacht gesagt stellt Microsoft sicher, dass sie [Microsoft] Ihre Daten nicht verlieren und die Dienste einwandfrei laufen. Das Unternehmen gibt jedoch keine Garantien für die Wiederherstellung Ihrer Daten.

Was bieten Microsoft und was liegt in Ihrer Verantwortung?

Microsoft bietet:

  • Schutz vor Serviceausfall aufgrund von Hardwareausfällen oder Naturkatastrophen
  • Kurzfristiger Schutz vor Benutzer- und Admin-Fehlern (Papierkorb, Soft Delete)

Folgende Gefahren/Anwendungsfälle werden nicht durch Microsoft abdeckt und müssen Sie verantworten:

  • Versehentliches Löschen
  • Hacker, Ransomware und andere Malware
  • Böswillige Insider
  • Ausscheidende Mitarbeiter
  • Lückenhafte Aufbewahrungsrichtlinien
  • Gesetzliche- und Compliance-Anforderungen

Aus diesem Grund empfiehlt Microsoft im Abschnitt «Verfügbarkeit der Dienste» im Office 365 Servicevertrag die Sicherung der Daten durch einen Drittanbieter.

Wie können die Daten geschützt werden?

Ein Office 365-Backup durch eine Drittanbieter-Applikation ist der bestmögliche Schutz vor versehentlichem oder bösartigem Löschen von Dateien, anderen Benutzerfehlern, Ransomware oder Datenbeschädigung. So eine Lösung speichert die Daten unabhängig von den Office 365 Dienstserver und ermöglicht die granulare Wiederherstellung von Office 365-Dateien und -Ordnern. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Daten schnell wiederherstellen können und die Anforderungen an die Datenintegrität für Office 365-Daten erfüllen.

Wir empfehlen daher eine Lösung wie Skykick. Skykick ist eine Sicherungslösung und kann die integrierten Office 365 Sicherungsfunktionen optimal komplementieren. Skykick bietet ein reines Cloud Backup für Office 365 Dienste wie Exchange Online, SharePoint Online, OneDrive for Business sowie Groups und Teams.

Als SkyKick Gold Partner stehen wir Ihnen gerne für sämtliche Office 365 Back-up Fragen zur Verfügung und bieten Ihnen gerne auch die Möglichkeit SkyKick kostenlos 30 Tage zu testen.

Weitere Infos finden Sie unter https://twincapfirst.ch/cloud-addons/skykick/

Kontakt
close slider

Standort Schweiz

TwinCap First AG
Favreweg 1
CH-8304 Wallisellen
+41 44 666 50 50
info@twincapfirst.ch

Standort Deutschland

IT Boosting
Cloud Systemhaus
Bahnhofstraße 32
DE-72458 Albstadt
+49 7431 9493 440
info@it-boosting.de

Support: Hier klicken!