Teams-Deskphone Audiocodes:C435HD

Teams-Deskphone AudioCodes:C435HD – Wir haben wieder ein Paket aus Israel erhalten. Unser Partner AudioCodes schickte uns ein Paket mit einem neuen, zertifizierten Teams Deskphone zu. Darin verpackt: Das neue Einsteigermodell C435HD IP-Telefon  für Microsoft Teams. Für fast die Hälfte des Preises vom Flagschiff Modell C470HD ist man hier bereits dabei (Marktpreis um die 170-180 Franken). Gedacht sind die Geräte auch für den Einsatz in Sitzungszimmern, Lagern und sonstigen Räumen die man nicht täglich nutzt (daher das Wort Common Area bei der Microsoft Teams Lizenz für solche Räume).

Was ist drin im Teams-Deskphone Audiocodes:C435HD?

Kurz die Specs des neuen Gerätes:

  • Full Duplex Speakerphone und Headset Konnektivität
  • 4.3 Zoll Farb LCD Bildschirm
  • Dual GbE Support
  • PoE oder external power suppy (wird ohne Netzteil ausgeliefert)
  • USB Headset
  • Android OS 9.0
  • Kensington Lock

Mehr Infos zum C435 HD in den Tech Specs als PDF

 

Teams-Deskphone Audiocodes:C435HD

Qualität Teams-Deskphone Audiocodes:C435HD

Der Look des neuen Deskphones erinnert uns ein wenig an das Modell C450HD. Die Verteilung der Tasten wurde identisch aufgebaut und durch Kurzwahltasten neben dem Display ergänzt. Auch die Qualität der Gehäuseverarbeitung ist nahezu dieselbe, wie beim erwähnten Vorgängermodell. Und natürlich nicht überschaubar, das grosse AudioCodes Logo. Doch was macht das Gerät so preiswert?

Gemäss unseren Tests und Feststellungen wurde im Innenleben des Deskphones ein Upgrade durchgeführt, worauf uns das Display ein wenig an ein «old school» Telefon erinnert. Die Bildschirmbedienung erfolgt beim neuen Modell somit durch Tasten und reagiert nicht mehr auf Touch Funktionen (weniger Energie, Speicher und somit auch Kosten). Was noch für den Preis spricht, ist die tiefe Displayauflösung, welche beispielsweise Gesichter auf den kleinen Profilfotos nicht mehr genau erkennen lässt.

Bemerkenswert sind jedoch die zügigen Reaktionszeiten der Funktionsausübung, rasche Zeiten im Bereich Aufstarten und Anmeldung, sowie die Verbindung bei Anrufen auf Telefonzentralen im Call Queue System. Das Call-Handling mit Call Queues war im Vorgängermodell eine typische Schwachstelle, wobei man bedenken muss, dass zum Release des C450HDs die Call Queue Funktion noch nicht vollständig für die Nutzung von Deskphones ausgereift war. Spätestens seit dem High End Modell C470HD, sowie mit dem neuen C435HD ist damit Schluss.

Teams-Deskphone Audiocodes:C435HD

Fazit

Die Preisleistung stellt sich ganz klar als Big Point heraus. Für einen günstigen Preis erhält man ein leistungsstarkes Gerät, welches ohne grossen Schnickschnack daher kommt und seinen Job bestens erfüllt. Kontaktiere uns für Fragen oder weitere Informationen zu diesem oder weiteren AudioCodes Deskphone Modellen.

Liebe Blogleser/innen, Sie haben den Blog gelesen, herzlichen Dank hierfür. Wie Sie wissen entwickeln sich die Teams Telefonie Funktionen rasant weiter. Zum Zeitpunkt des Artikels war der Inhalt bestimmt aktuell, es kann aber sein, dass die Infos bereits überholt sind. Da wir geschriebene Blogs nur selten anpassen, finden Sie hier den Link zu unserer Teams Telefonie Seite mit allen aktuellen Informationen zum Thema.

 

Microsoft Teams Extension Dialing

Microsoft Teams Extension Dialing

Bei klassischen Telefonanlagen war es oftmals so, dass eine Firma nicht unbedingt für jeden Mitarbeiter eine eigene Direktnummer hatte. Vielmehr wurden die Anrufe über eine zentrale Nummer empfangen und dann an die internen Nebenstellen (Telefonapparate) innerhalb des Netzwerks verteilt.

Ähnlich wie man in Cloud deployments jeden einzelnen Benutzer lizenziert, vergibt man üblicherweise auch jedem Benutzer seine eigene Direktnummer. Dies ist meist auch kostentechnisch kein Problem, da viele Anbieter, wie auch wir, keine monatliche Gebühr pro Nummer erheben.

Es gibt dennoch Situationen, in welchen nicht jedem Mitarbeiter eine Nummer zugeteilt werden kann. Typische Beispiele sind Start-Ups welche mit wenigen Nummern beginnen und dann rasant wachsen oder Firmen welche seit Jahrzenten dieselben fünf Nummern besitzen und einfach keine fortlaufenden Nummern mehr verfügbar sind.

Aus technischer Sicht kann in Teams jede Nummer nur einmal zugewiesen sein. Das bedeutet, dass die Attribute der Benutzer in jedem Fall eindeutig sein müssen. In diesem Fall kann das sogenannte Microsoft Teams Extension Dialing die Rettung sein. Hierbei können mehreren Benutzern die Hauptnummer, gefolgt von einer Extension Nummer zugewiesen werden.

Mehrere Benutzer mit der Hauptnummer + eindeutiger Extension Nummer

Verhalten bei ausgehenden Anrufen

Die Rufnummer widerspiegelt sich dann auch entsprechend im Teams Client. Der Benutzer kann also somit sehen, welches seine Extension Nummer ist.

Nummer inkl. Extension im Teams Client

Bei ausgehenden Anrufen auf externe Nummern wird dann je nach Provider oder Gerät entweder nur die Hauptnummer oder die Hauptnummer + Extension angezeigt. Viele Firmen setzen ohnehin nach wie vor darauf, bei ausgehenden Anrufen immer die Hauptnummer oder die Nummer einer bestimmten Abteilung anzuzeigen. Wenn dies der Fall ist, bringt eine Implementation der Extension Nummern keinen Nachteil gegenüber der Zuweisung einer Direktnummer für jeden Benutzer.

Interne Anrufe

Ein Wechsel auf eine moderne Telefonie Plattform wie Microsoft Teams erfordert oftmals auch eine Umgewöhnung der Benutzer. Einige gewöhnen sich vielleicht schnell daran, die Kollegen/Innen neu per Namen, anstatt der Kurzwahl zu suchen, während andere vielleicht lieber wieder die drei oder vierstellige Kurzwahl eintippen würden. Auch das ist kein Problem.

Mit einer sogenannten Normalisierungs-Regel können Muster definiert werden (z.B. vierstellige Nummern) welche mit einer bestimmten Zahl beginnen und anschliessend in eine volle E.164 Rufnummer umgewandelt werden. Dies geschieht anhand einer Regular Expression (RegEx) welche die gewählte Nummer auf die Gültigkeit der Regel überprüft.

Beipsiel einer Normalization Rule

RegEx kann einem auf den ersten Blick ziemlich komplex und schwer zu lernen erscheinen. Daher hat Microsoft einen grafischen RegEx Wizard ins Teams Admin Center eingebaut mit welchem diese Regeln auch ohne Programmierkenntnisse erstellt werden können.

In diesem Beispiel verwenden wir vierstellige stellige Kurzwahlen welche mit der Ziffer «4» beginnen, exakt vier Zeichen lang sind und normalisieren diese zu +4144512xxxx.

Dabei wird eigentlich nicht die Kurzwahl gewählt, sondern Sie wird lediglich am Ende des Präfixes «+4144512» angehängt. Deshalb braucht für diese Funktion trotzdem jeder Benutzer eine eigene Direktnummer. Teams erkennt automatisch, dass es sich dabei um eine Nummer handelt, welche einem internen Benutzer zugeordnet ist und es wird ein interner Teams Anruf aufgebaut. Dabei entstehen keine Kosten für den Anruf.

Eingehende Anrufe

Eingehend sieht dies dann anders aus. Die Nummer «+41445124075;ext=4072» ist keine Normale Telefonnummer, daher kann ein Anruf nicht einfach so an die entsprechende Extension durchgestellt werden. Damit dies gelingt, braucht es eine gewisse Logik auf der Hauptnummer. Die richtige Komponente in Teams dafür heisst Auto Attenant (oder auch Automatische Telefonzentrale). Mit diesem Baustein lassen sich einfach IVRs (Interaktive Sprach Menus) realisieren. Ein Auto Attendant unterstützt zwei Möglichkeiten, (jedoch nur eine pro Auto Attendant) einen Anruf an eine bestimmte Person weiterzuleiten:

  • Dial by Name (Der Anrufer sagt den Namen der Person, welche er erreichen möchte)
  • Dial by extension (Der Anrufer tippt die Nummer der Person via Tastatur ein)

Nach Einagbe der Extension oder Sagen des Namens wird der Anrufer automatisch mit der gesuchten Person verbunden. Wer seinen Kunden trotzdem beide Möglichkeiten bieten will, von beiden Varianten gebrauch zu machen, kann dies erreichen, indem zwei verschiedene Auto Attendants verschachtelt werden.

Damit ein Auto Attendant in der Lage ist eine Person anhand der Extension Nummer im Verzeichnis zu finden, muss die Extension im Telefonnummer Feld des Benutzers entsprechend eingetragen sein.

Wenn wir mit diesem Beitrag Ihr Interesse geweckt haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir sind Ihnen gerne bei der Konfiguration Ihrer Telefonzentrale in Teams behilflich.

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Home-Office: Microsoft Teams ist nur der Anfang

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Microsoft Teams ist nur der Anfang

Microsoft Teams ist nur der Anfang könnte man sagen. Du hast sicher gehört, dass Microsoft als Reaktion auf COVID-19 kostenlose Lizenzen für Microsoft-Teams zur Verfügung stellt. Dadurch hat Microsoft Teams  ein unglaubliches Wachstum verzeichnet. Immer mehr Kunden fragen uns aber nach Remote-Lösungen, die noch weiter gehen als reine Teamkollaboration und Telefonie. In der «neuen Normalität» soll die gesamte IT-Infrastruktur und alle benötigten Anwendungen, die die Mitarbeiter für das alltägliche Geschäft brauchen, von überall zugänglich sein. In solchen Szenarien reicht der Einsatz von Teams alleine nicht aus.

Aus diesem Grund möchten wir dir eine Lösung vorstellen, mit der du dein Unternehmen von überall her «am Laufen» halten kannst. Die Lösung ist jederzeit verfügbar, skalierbar und kann an die Unternehmensbedürfnisse angepasst werden!

Gemeint ist damit die Virtualisierungslösung «Windows Virtual Desktop» von Microsoft.

Microsoft beschreibt den Dienst als Desktop- und Anwendungs-Virtualisierungslösung. Dies ermöglicht eine vollständig skalierbare Multisession-Windows 10-Bereitstellung. Darüber hinaus unterstützt er die komplette Microsoft 365 Apps-Suite (einschliesslich OneDrive und Microsoft Teams), die in «virtuellen Mehrbenutzer-Szenarien» ausgeführt werden kann. Soll heissen mehrere Benutzer können auf derselben virtuellen Maschine arbeiten.

Aber was bedeutet das genau? Und wie kann deine IT und dein Unternehmen anpassungsfähig werden, damit die Geschäftskontinuität gewährleistet ist?

Jetzige Situation

Heutzutage setzen viele KMUs auf ein Basis-Setup, das aus PCs und Laptops besteht. Die zugrunde liegende Umgebung basiert auf klassischen Server-Infrastrukturen, die auf Plattformen wie VMWare oder vergleichbaren Lösungen virtualisiert werden.

Um eine Verbindung zur firmeneigenen Umgebung herzustellen, ist eine sichere Infrastruktur erforderlich, die vor Schwachstellen von aussen schützt und einen sicheren Tunnel zwischen dem firmeneigenen Gerät und der lokalen IT-Infrastruktur herstellt. Dies wird höchstwahrscheinlich über eine VPN-Verbindung realisiert.

Die Vorteile:

  • Das Unternehmen hostet alle Daten vor Ort und hat physischen Zugang zu Servern und Clients.
  • Die Benutzer können sich über VPN sicher mit Ressourcen verbinden.

Die Nachteile:

  • Abhängig von der Grösse der Firewall und den entsprechenden Lizenzen muss Hardware und/oder Lizenzen gekauft werden. (Hohe Kosten kombiniert mit weniger Flexibilität, da Sie von Partnern und Wiederverkäufern sowie Logistikunternehmen abhängig sind)
  • Der IT-Administrator muss jeden Computer selbst vorbereiten. Dies bedeutet, dass pro Gerät verschiedene Software- und Sicherheits-Patches installiert werden müssen. Ergo ein hoher Aufwand für die Wartung der Umgebung, insbesondere wenn die Mitarbeiter von zu Hause arbeiten.
  • Kompliziertes Supportszenario für die Helpdesk-Mitarbeiter, wenn die Verbindung zu Clients hergestellt wird.
  • Microsoft Teams allein deckt nicht alle Möglichkeiten ab, Heimarbeitern eine vollständige Arbeitserfahrung mit schneller Leistung zu ermöglichen.

Windows Virtual Desktop könnte die Lösung sein

Mit der Möglichkeit, gepoolte und persönliche Desktops auf Microsoft Azure zu hosten, bietet Windows Virtual Desktop eine hoch skalierbare Lösung für das Virtualisieren von Desktops und/oder Anwendungen für deine Firmenumgebung.

Mit vordefinierten Images von Microsoft (z.B. Microsoft Windows 10 Multi-User mit vorinstalliertem Microsoft 365 Apps for Enterprise) brauchst du dich nicht um die Verwaltung verschiedener Software-Patch-Level zu kümmern. Du hast die Möglichkeit, ein einziges Image zu pflegen und in deinem Host-Pool bereitzustellen.

Darüber hinaus bietet Windows Virtual Desktop die Möglichkeit Applikationen so bereitzustellen, dass der Anwender das Gefühl hat, das Programm ist auf seinem lokalen Computer installiert. Mit Windows Virtual Desktop hast du die Möglichkeit, mehrere Host Pools zu erstellen, um Abteilungen mit spezialisierterer Software zu versorgen, die nicht auf dem Standard-Desktop für alle Benutzer installiert werden sollen.

Zusätzliche technische Details findest du auf unserem Blogpost:Windows Virtual Desktop – moderner Remote Desktop

Kontaktiere uns für ein unverbindliches Gespräch, wenn du mehr über diese Technologie und wie du damit die Heimarbeit und deine Microsoft Teams Einführung optimieren kannst!

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Mitel MiVoice Office 400 mit Teams direct routing

Einleitung

Heute beschäftigen wir uns mit der Mitel MiVoice Office 400 und Microsoft Teams direct routing im Verbund. Wie Sie vielleicht wissen haben wir Anfang 2020 auf unserem Blog angekündigt, dass die TwinCap First AG ab sofort als Bakom registrierter Fernmeldedienstanbieter (FDA), sprich SIP Provider zugelassen ist. Diesen Schritt haben wir bewusst gewählt, damit wir unseren Kunden Lösungen aus einer Hand anbieten können. Konkret geht es um das gesamte Office 365 & Teams Ökosystem:

  • CSP Lizenzen, also Microsoft Lizenzen zu günstigen Konditionen und ohne Kreditkarte
  • den für Microsoft Teams Direct Routing benötigten Session Border Controller
  • sowie Telefonnummern, SIP Trunks & Gesprächs Abos (Flat oder nach Tarif)

Teams und Mitel MiVoice Office 400

Die Teams direct routing Lösung passt «out of the box» sehr gut für Unternehmen, welche vorwiegend im Büro an Computern arbeiten und nicht zwingend ein Tischtelefon oder ein DECT Funktelefon benötigen. Microsoft Teams bietet keine Möglichkeiten für die direkte Integration von Legacy Systemen. Gemeint sind vorhandene DECT- oder Notruftelefone oder Totmanneinrichtungen. Somit bleiben Branchen wie Industrie, Handel, Gesundheitswesen oder andere Firmen, welche auf solche Werkzeuge angewiesen sind, aussen vor. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie wir den nächsten natürlichen Schritt gegangen sind, und eine klassische PBX Umgebung in eine Office 365/Teams direct routing Lösung eingebunden haben. Als Basis diente eine Mitel MiVoice Office 400 Anlage, eine der am meisten genutzten Anlagen in der Schweiz.

Das Ergebnis

Zusammen mit den Spezialisten der Firma T&N Telekom & Netzwerk AG haben wir einen Proof of Concept durchgeführt. Wir haben Teams im Parallelbetrieb mit einer Mitel MiVoice Office 400 genutzt. Eine solche Konstellation bietet nicht nur Investitionsschutz, sondern gleich das Beste aus beiden Welten. Die bestehende DECT Infrastruktur kann ohne Problem weiter betrieben und genutzt werden und Mitarbeiter im Büro müssen nicht auf moderne Funktionen wie Online Meetings, Screen-Sharing oder Team Kollaboration verzichten.

Wir haben uns dazu entschieden den «Cloud Only Approach» für den SBC (Session Border Controller) weiter zu verfolgen und die Mitel MiVoice Office 400 einfach an unseren bestehenden Managed SBC angeschlossen. Dies vereinfacht auch zukünftige Migrationsszenarien, falls der Parallelbetrieb von Anfang an nur für eine befristete Migrationsphase geplant wird.

Challenge mit der Mitel MiVoice Office 400

Die grösste Challenge dabei war die fehlende NAT (Network Address Translation) Funktionalität der Mitel Anlage. D.h. die Mitel MiVoice Office 400 kann nicht damit umgehen, dass sich der SBC nicht im selben Netz befindet. Als Lösung dafür haben wir ein VPN (Virtual Private Network) von unserem Router zu Azure gebaut. Etwas das mit fast jedem bestehenden Router bewerkstelligt werden kann.

Technisch sieht das ganze folgendermassen aus:

Proof of Concept Mitel MiVoice Office 400

Aufbau der Mitel MiVoice Office 400 Verbindung über den SBC zu Microsoft Teams.

Das Ergebnis

Die Vernetzung der Mitel MiVoice Office 400 Anlage mit Teams über den SBC funktioniert sehr gut. Am Ende des Tages konnten wir alle Funktionen nutzen, welche man von einer Telefonanlage erwarten würde, auch wenn es sich dabei im Prinzip um zwei komplett verschiedene Systeme und Technologien handelt. Dank spezifischen Routen ist es möglich, das Teams Benutzer via Kurzwahl oder Rufnummer von der Mitel MiVoice Office 400 aus und umgekehrt, angerufen werden können. Ja, wir konnten sogar Kurzwahlnummern auf dem SBC definieren um vom Teams Client aus einen Teilnehmer der Mitel MiVoice Office 400 Anlage mit nur zwei Ziffern zu erreichen. Der ganze Vorgang funktioniert ohne das Verlassen der eigenen bzw. der managed Infrastruktur und verursacht somit keine Gesprächsgebühren, da ein Anruf von der Mitel MiVoice Office 400 zu Teams oder umgekehrt zu keinem Zeitpunkt das öffentliche Telefonnetz erreicht.

Selbstverständlich ist es auch möglich von Teams, wie auch von der Mitel MiVoice 400 aus, externe Anrufe zu empfangen oder zu tätigen. Auch Weiterleitungen an eine Handynummer, welche auf einem Mitel Telefon oder im Teams Client eingerichtet wurden, funktionieren wie erwartet. Wie sieht es mit erweiterten Funktionen wie Transferieren (mit und ohne Rückfrage), lokalen 3er Konferenzen und Voicemail aus? Auch das hat alles mit internen, zwischen Teams und Mitel MiVoice Office 400 internen und externen Anrufen ohne Weiteres funktioniert.

Routing

Technisch gesehen, gibt es nur einen SIP Trunk für beide Systeme. Jede Anlage hat aber Ihre eigenen Nummernbereiche. Anhand dieser Ranges wird also bei eingehenden Anrufen bestimmt, ob ein Anruf zur Mitel MiVoice Office 400 oder zu Teams geroutet wird. Genau gleich funktioniert dies bei ausgehenden Anrufen. Ist die gewählte Nummer Teil eines Ranges, wird der Anruf intern zwischen PBX und Teams geroutet. Nur externe Anrufe ausserhalb der beiden Ranges werden über den SIP Provider gelotst.

Die Mitel MiVoice Office 400 unterstützt «OneNumber» d.h. man kann die Anlage so konfigurieren, dass Anrufe einer bestimmten Nummer immer auf mehreren Geräten klingeln. In unserem Test sind wir von einem Teams Benutzer ausgegangen, welcher zusätzlich ein DECT Telefon besitzt. Anrufe welche auf einem der beiden Geräte abgenommen werden, erscheinen auf dem anderen Client nicht als verpasster Anruf. Zusätzlich zur Telefonnummer wird bei eingehenden Anrufen auch die SIP ID bzw. der Name der anrufenden Person angezeigt, auch wenn diese vom anderen System stammt.

Matrix mit Szenarien

Die folgende Grafik zeigt einen Überblick über die verfügbaren Features und die erfolgreich getesteten Szenarien.

Mitel MiVoice Office 400 verfügbare Funktionen mit Teams

Tabelle zur Darstellung der möglichen Funktionen welche zwischen einer Mitel MiVoice Office 400 und Microsoft Teams funktionieren.

Limitationen

Da es sich um komplett unterschiedliche Systeme handelt, gibt es leider immer noch kleinere Limitationen. So kann z.B. auf einem Endgerät der Mitel MiVoice Office 400 keine Teamtaste eingerichtet werden, welche anzeigen würde, ob sich ein Teams Benutzer gerade in einem Gespräch befindet oder nicht. Damit die Signalisierung und die Audiostreams zuverlässig funktionieren, müssen sich der Session Border Controller und die PBX entweder im gleichen Netzwerk befinden oder es muss ein VPN zwischen dem PBX Standort und dem SBC, in unserem Falle Azure, aufgebaut werden. Auch das Thema Presence ist natürlich nicht gelöst, was aber zu erwarten war.

Grundsätzlich ist diese Lösung, wie bei unserer herkömmlichen Teams Direct Routing Lösung, mit jedem beliebigen SIP Provider möglich. Dabei ist zu beachten, dass unterschiedliche SIP Provider auch unterschiedlich ausgebaute technische Lösungen voraussetzen. Wir haben diesen Proof of Concept mit einem unserer eigenen TwinCap First SIP Trunks getestet.

Wir danken der dem Team von T&N Telekom & Netzwerk AG für die gute Zusammenarbeit.

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Microsoft Teams: Busy on Busy

Microsoft Teams: Busy on Busy

«Knock Knock.»
«Who’s there?»
«Busy.»
«Busy who?»
«Busy On Busy.»

Busy on Busy:

Ich würde jetzt mal pauschal sagen, dass die Leute es generell mögen, wenn man anklopft. Das muss aber bei der Telefonie nicht unbedingt der Fall sein. Hier scheinen sich die Geister zu scheiden. Die einen mögen das «Anklopfen» feature, andere überhaupt nicht. Und wer jetzt nur Bahnhof versteht, dem werde ich gleich erklären, was ich damit meine.

«Anklopfen» bedeutet in der Telefonie Welt, dass wenn sich jemand bereits in einem Gespräch befindet, ein zweiter Anrufer anklopfen kann. Diejenige Person, welche bereits in einem aktiven Gespräch ist, kann sich dann entscheiden, den zweiten Anruf anzunehmen und das aktuelle Gegenüber auf halten zu setzen oder den neuen Anrufer abzuweisen. Ein Besetzt-Zeichen hört der zweite Anrufer in diesem Fall nicht. Er weiss nicht, dass sich die Person, welcher er anrufen wollte, besetzt war. Ein Feature welches standardmässig auf vielen Telefonen wie etwa dem iPhone aktiviert ist.

Bei Skype for Business hat man dieses Feature lange vermisst, bis es dann schlussendlich doch noch im kumulativen Update vom Juli 2016 nachgereicht wurde. Doch Skype for Business Online Nutzer wurden aussen vorgelassen und konnten nicht von diesem «neuen» Feature Gebrauch machen.

Hier setzt dafür Teams ein klares Zeichen. Microsoft meint es ernst mit Direct Routing und liefert nach. Es kommen ständig neue Telefonie Features und PBX Leistungsmerkmale. Seit gut einem Monat ist BusyOnBusy – also das Besetzt-Zeichen für Teams Direct Routing Benutzer verfügbar.

Anfangs konnte das Feature nur über PowerShell aktiviert werden. Mittlerweile lässt sich das Feature aber auch bequem über das Teams Admin Center (TAC) konfigurieren.

Teams Policies Busy on busy

Das Busy on busy wird prinzipiell über eine Teams Calling Policy (Anruf Richtlinie) gesteuert, dazu gibt es die sogenannte «Global» Policy welche standardmässig allen Benutzer zugewiesen ist. Wer Busy on busy für alle seine Mitarbeiter aktivieren will, passt einfach die Globale Calling Policy an.

Doch wie bereits am Anfang erwähnt wurde, kann es durch aus sein, das gewisse Mitarbeiter lieber kein Besetzt-Zeichen senden, sondern einen zweiten Anruf lieber entgegennehmen wollen.

Wenn dies der Fall ist, erstellt man am besten eine neue, benutzerdefinierte Calling Policy, aktiviert dort anstelle der Global Policy das Busy on busy Feature und weist die Policy dann allen Benutzern zu, welche gerne nur einen Anruf aufs Mal erhalten wollen.

Ist das Feature einmal aktiviert, wird während einem aktiven Anruf kein zweiter mehr signalisiert und dem zweiten Anrufer ein Besetzt-Zeichen ausgegeben.

Auto Attendants & Call Queues «V2»

Wie es scheint, war Microsoft nicht nur mit der Implementierung des Besetzt-Zeichens beschäftigt, denn Sie haben auch gleich eine neue Version der Auto Attendants (Automatische Telefonzentralen) und Call Queues (Anrufwarteschlaufen) veröffentlicht.

Damit ist es nun endlich möglich, seine eigenen Direct Routing Nummern welche sich im SIP Trunk beim Provider befinden einem Auto Attendant oder einer Call Queue zuzuordnen.

Bei Auto Attendants und Call Queues handelt es sich um sogenannte «Voice Apps» welche typischerweise dazu dienen Öffnungszeiten, Feiertage, Anrufsteuerungen, Ring Rufe etc. für Haupt- oder Support/Service Nummern abzubilden. Somit müssen Sie ab sofort nicht mehr auf eine durch Microsoft bezogene Leistungsnummer zurückgreifen oder Ihre eigene Hauptnummer auf eine solche Nummer umleiten.

Resource Accounts

Zudem gibt es neu auch noch eine zentrale Feiertagsliste. Anstelle, dass alle Feiertage pro Auto Attendant separat erfasst werden mussten, können die Feiertage nun ein Mal unter «Org-wide Settings» erstellt und anschliessend von allen Auto Attendants benutzt werden. Ein weiterer Pluspunkt wäre, dass man pro Feiertag eine individuelle Audio Ansage mit den entsprechenden Öffnungszeiten hinterlegen kann. Ein Feature welches selbst noch lange nicht alle etablierten Cloud-PBX Systeme bieten.

Holidays

Wenn Sie Ihre Öffnungszeiten und Feiertage über Auffahrt noch nicht automatisiert über einen Auto Attendant gesteuert hatten, dann ist es höchste Zeit sich über eine Telefonie Lösung mit Microsoft Teams Gedanken zu machen. Das TwinCap First Team freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme!

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