Microsoft CSP Lizenzen (Part 2)

Microsoft CSP Lizenzen (Part 2)

CSP Lizenzen (Part 2): Wie bereits im ersten Teil des Beitrages beschrieben, bieten wir nicht nur Dienstleistungen im Bereich Microsoft Cloud, sondern auch diverse Software Produkte respektive Lizenzen für Cloud Lösungen. Dazu gehören beispielsweise Skykick Backup, Printix, Kontakt Synch und natürlich die ganze Microsoft Palette aus der Cloud.

Microsoft Azure Lizenzierung über CSP

Im zweiten Teil dieser Serie gehe ich etwas näher auf Microsoft Azure ein. Im ersten Teil habe ich das Thema Microsoft 365 schon ausführlich erläutert. Microsoft Azure kann man ebenfalls über das CSP Programm lizenzieren. Doch zuerst ein paar Infos was Azure überhaupt ist.

Was ist Microsoft Azure?

Microsoft Azure ist die Cloud Plattform von Microsoft. Azure ist ein Verbund von Rechenzentren (58 Regionen Stand März 2020). Azure ist in 140 Ländern weltweit verfügbar.

In den jeweiligen Regionen bspw. auch in der Schweiz (nämlich Zürich und Genf) gibt es entsprechende Rechenzentren. Pro Region sind es mindestens immer zwei Stück. Diese bilden gemeinsam eine Region. Durch die zwei Standorte, sind die Regionen redundant. Auch die einzelnen Rechenzentren sind üblicherweise so ausgestattet, dass alle Dienste redundant sein können. Die Rechenzentren sind über einen eigenen Backbone miteinander verbunden.

Alle Rechenzentren erfüllen die gängigsten, globalen Compliance Auflagen, was Sicherheit und Datenschutz angeht. Details was Microsoft alles macht in Sachen Compliance, gibt’s hier. Die Azure Plattform bietet, je nach Region, zahlreiche Dienste und Funktionen. Diese Dienste decken verschiedene Themen und IT-Anwendungen ab.

Das Angebot reicht von simplen virtuellen Maschinen, über Entwicklerwerkzeuge, Datenbanken, künstliche Intelligenz, Blockchain, Security Tools, Web Applikationen und vieles mehr. Das Angebot ist gross und wird ständig erweitert, d.h. man kann leicht den Überblick verlieren.

Vorteile von Azure

Der grosse Vorteil von Azure ist die nahtlose Integration in bestehende, lokale Microsoft Landschaften. D.h. es besteht die Möglichkeit, dass lokale Netzwerk mit Azure zu verbinden und so eine hybride Konfiguration zu erreichen. Auf diesem Weg kann schrittweise der Weg in die Cloud gemacht werden. Zudem werden die Dienste nach effektiver Nutzung abgerechnet, d.h. z.B. eine virtuelle Maschine, die nicht läuft, kostet auch nichts.

Abrechnung in Azure

Das Konzept für die Abrechnung in Azure beruht auf sogenannten Azure Subscriptions. Wenn man mit Kreditkarte bezahlt, so landen alle Kosten monatlich auf der Karten-Abrechnung. Bei den CSP Lizenzen ist es so, dass ein sogenannter Azure Plan erstellt wird (einer pro Kunde) und diesem Plan werden dann die verschiedenen Subscriptions angehängt.

Die Abrechnung im CSP erfolgt über diesen «Azure Plan» als Sammelbehälter aller Kosten. Alle Kosten landen dann, wie bei Microsoft 365, direkt auf der monatlichen Rechnung des CSP Anbieters. So ist es möglich, dass ein Microsoft Partner sowohl Microsoft 365 Lizenzen, Azure und auch Dienstleistungen dem Kunden anbieten kann. Dies kann man dann nach Kundenwunsch aufschlüsseln, respektive verrechnen.

Natürlich ist es möglich, alle Dienste und Ressourcen, welche in den verschiedenen Subscriptions genutzt werden, via Azure Cost Management zu analysieren oder die einzelnen Abrechnungsdaten zu exportieren. So ist es auch für grössere Unternehmen möglich, die Kosten für verschiedene Dienste und Lösungen an die jeweiligen Kostenträger intern zu verrechnen.

Dies setzt voraus, dass die Subscriptions, respektive die darin zugeordneten Dienste sinnvoll strukturiert werden (also welche Dienste/Ressourcen kommen in welche Subscription), damit Sie der Kostenträger-Struktur und den gewünschten Kostengefässen eines Unternehmens möglichst einfach entsprechen und die Kosten ohne viele Aufwand zugewiesen werden können.

Dies steht dann jedoch teilweise auch im Zielkonflikt mit der Verteilung der Berechtigungen und Zugriffe auf die Dienste. Schlussendlich gilt es hier von Anfang an beide Ziele in Einklang zu bringen.

Anbei eine Visualisierung der Berechtigungsebenen und dem logischen Aufbau in Azure, wobei das Thema Kosten auf Ebene der Subscriptions aggregiert wird, auch wenn die Verursacher auf der Ressourcen Ebene sind.

Visual Studio

Auch wenn man Visual Studio pro Mitarbeiter lizenziert, kann man die Kosten über eine Azure Subscription abrechnen. Beim Kauf von Visual Studio wählt man einfach eine Subscription und die Kosten werden dieser dann belastet.

Wenn du Fragen hast zu Microsoft 365, CSP oder Azure, du gerne deine Lizenzen optimieren oder prüfen möchtest, so stehen wir dir gerne zur Verfügung.

Microsoft Teams: Busy on Busy

Microsoft Teams: Busy on Busy

«Knock Knock.»
«Who’s there?»
«Busy.»
«Busy who?»
«Busy On Busy.»

Busy on Busy:

Ich würde jetzt mal pauschal sagen, dass die Leute es generell mögen, wenn man anklopft. Das muss aber bei der Telefonie nicht unbedingt der Fall sein. Hier scheinen sich die Geister zu scheiden. Die einen mögen das «Anklopfen» feature, andere überhaupt nicht. Und wer jetzt nur Bahnhof versteht, dem werde ich gleich erklären, was ich damit meine.

«Anklopfen» bedeutet in der Telefonie Welt, dass wenn sich jemand bereits in einem Gespräch befindet, ein zweiter Anrufer anklopfen kann. Diejenige Person, welche bereits in einem aktiven Gespräch ist, kann sich dann entscheiden, den zweiten Anruf anzunehmen und das aktuelle Gegenüber auf halten zu setzen oder den neuen Anrufer abzuweisen. Ein Besetzt-Zeichen hört der zweite Anrufer in diesem Fall nicht. Er weiss nicht, dass sich die Person, welcher er anrufen wollte, besetzt war. Ein Feature welches standardmässig auf vielen Telefonen wie etwa dem iPhone aktiviert ist.

Bei Skype for Business hat man dieses Feature lange vermisst, bis es dann schlussendlich doch noch im kumulativen Update vom Juli 2016 nachgereicht wurde. Doch Skype for Business Online Nutzer wurden aussen vorgelassen und konnten nicht von diesem «neuen» Feature Gebrauch machen.

Hier setzt dafür Teams ein klares Zeichen. Microsoft meint es ernst mit Direct Routing und liefert nach. Es kommen ständig neue Telefonie Features und PBX Leistungsmerkmale. Seit gut einem Monat ist BusyOnBusy – also das Besetzt-Zeichen für Teams Direct Routing Benutzer verfügbar.

Anfangs konnte das Feature nur über PowerShell aktiviert werden. Mittlerweile lässt sich das Feature aber auch bequem über das Teams Admin Center (TAC) konfigurieren.

Teams Policies Busy on busy

Das Busy on busy wird prinzipiell über eine Teams Calling Policy (Anruf Richtlinie) gesteuert, dazu gibt es die sogenannte «Global» Policy welche standardmässig allen Benutzer zugewiesen ist. Wer Busy on busy für alle seine Mitarbeiter aktivieren will, passt einfach die Globale Calling Policy an.

Doch wie bereits am Anfang erwähnt wurde, kann es durch aus sein, das gewisse Mitarbeiter lieber kein Besetzt-Zeichen senden, sondern einen zweiten Anruf lieber entgegennehmen wollen.

Wenn dies der Fall ist, erstellt man am besten eine neue, benutzerdefinierte Calling Policy, aktiviert dort anstelle der Global Policy das Busy on busy Feature und weist die Policy dann allen Benutzern zu, welche gerne nur einen Anruf aufs Mal erhalten wollen.

Ist das Feature einmal aktiviert, wird während einem aktiven Anruf kein zweiter mehr signalisiert und dem zweiten Anrufer ein Besetzt-Zeichen ausgegeben.

Auto Attendants & Call Queues «V2»

Wie es scheint, war Microsoft nicht nur mit der Implementierung des Besetzt-Zeichens beschäftigt, denn Sie haben auch gleich eine neue Version der Auto Attendants (Automatische Telefonzentralen) und Call Queues (Anrufwarteschlaufen) veröffentlicht.

Damit ist es nun endlich möglich, seine eigenen Direct Routing Nummern welche sich im SIP Trunk beim Provider befinden einem Auto Attendant oder einer Call Queue zuzuordnen.

Bei Auto Attendants und Call Queues handelt es sich um sogenannte «Voice Apps» welche typischerweise dazu dienen Öffnungszeiten, Feiertage, Anrufsteuerungen, Ring Rufe etc. für Haupt- oder Support/Service Nummern abzubilden. Somit müssen Sie ab sofort nicht mehr auf eine durch Microsoft bezogene Leistungsnummer zurückgreifen oder Ihre eigene Hauptnummer auf eine solche Nummer umleiten.

Resource Accounts

Zudem gibt es neu auch noch eine zentrale Feiertagsliste. Anstelle, dass alle Feiertage pro Auto Attendant separat erfasst werden mussten, können die Feiertage nun ein Mal unter «Org-wide Settings» erstellt und anschliessend von allen Auto Attendants benutzt werden. Ein weiterer Pluspunkt wäre, dass man pro Feiertag eine individuelle Audio Ansage mit den entsprechenden Öffnungszeiten hinterlegen kann. Ein Feature welches selbst noch lange nicht alle etablierten Cloud-PBX Systeme bieten.

Holidays

Wenn Sie Ihre Öffnungszeiten und Feiertage über Auffahrt noch nicht automatisiert über einen Auto Attendant gesteuert hatten, dann ist es höchste Zeit sich über eine Telefonie Lösung mit Microsoft Teams Gedanken zu machen. Das TwinCap First Team freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme!

Teams Direct Routing Round Up

Teams Direct Routing Round: Wer unseren Blog ein wenig verfolgt hat, der kann sich vielleicht noch daran erinnern, dass wir noch in 2018 die ersten produktiven Kunden auf unserer Managed SBC Umgebung implementiert haben. In den letzten 3 Monaten hat sich auch einiges in Microsofts Cloud Telefonie Lösung getan – ein perfekter Zeitpunkt, um ein kleines Recap zu machen.

Da wir unsere eigenen SBCs (SBC = Session Border Controller) betreiben, können wir auch problemlos kundenspezifischen Anforderungen gerecht werden. So hatten z.B. einige unserer Kunden den Wunsch, dass bei ausgehenden Anrufen immer die Hauptnummer angezeigt wird. Und das für alle Benutzer. Die Architektur, die eingesetzten Komponenten unserer Lösung und das Know How von TwinCap First, erlauben uns also auch, gewisse Konfigurationen vorzunehmen, welche spezifisch an die Anforderungen Ihres Unternehmens angepasst werden müssen. Sie als Kunde profitieren aber dennoch von einer preiswerten «Managed SBC» Lösung, mit einem einfachen Preis pro Session pro Monat, wobei Sie sich keinen eigenen SBC aneignen müssen.

Direct Routing im Teams Admin Center

Microsoft hat das «Teams & Skype for Business Admin Center» nun doch wieder auf «Teams Admin Center» umbenannt. Ein weiteres Indiz, das Teams einen immer wichtigeren Stellenwert in Microsofts Zukunft für Office 365 einnimmt.

Der spannende Punkt dabei ist jedoch, dass nun das Teams Admin Center auch gewisse Informationen über die verbunden SBCs anzeigt. Neu gibt es einen Punkt «VoIP» welcher diverse Informationen über das Direct Routing anzeigt. So sehen wir auf dem Screenshot z.B. den Status eines verbunden SBCs.

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Klickt man den SBC an, erhält man eine detaillierte Übersicht über diverse Punkte wie den Status der TLS Verbindung (die gesamte Kommunikation zwischen Teams und dem SBC erfolgt verschlüsselt), den Status der SIP Option Packets (Office 365 und der SBC tauschen regelmässig SIP Option Packets aus, damit wird geprüft, ob der SBC noch online und für Teams erreichbar ist.)

Anhand der verschiedenen Diagramme kann man so auch sehen, wie viele gleichzeitige Audio Streams in den letzten 30 Tagen aufgebaut wurden. Auf diesem Weg erkennt man potentielle Engpässe oder Optimierungspotential mühelos.

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Angelegt bzw. konfiguriert werden können die SBCs aber nach wie vor nur über PowerShell. Ein Task bei dem wir Sie gerne unterstützen.

Call Park

Teams unterstützt neu auch Call Park. Ein nettes Feature welches Ihnen erlaubt, entgegegenommene Anrufe zu parkieren und anhand eines «Call Pickup Codes» an einen anderen Mitarbeiter oder auch an ein anderes Gerät zu übertragen, selbst wenn Sich dieses Gerät z.B. an einem anderen physikalischen Standort oder einem anderen Netzwerk befindet.

Ein klassisches Beispiel dafür wäre, wenn ich einen Anruf auf meinem Smartphone mit der Teams App entgegennehme, den Anruf aber über mein Notebook mit meinem Headset fortsetzen möchte oder der Akku des Smartphones langsam schlapp macht und kein Ladegerät in der Nähe ist.

Ein anderes denkbares Szenario wäre auch, das der Anruf von der Mobile App ins Büro an eine andere Abteilung weitergegeben werden kann.

Sobald das Feature aktiviert wird, erscheint der Button «Parked Calls» im Teams Client unter Speed Dial.

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Während eines Anrufes, kann der Anruf über die Funktion «Park Call» parkiert werden. Nach dem Parkieren wird dem Benutzer einen Code bzw. eine Zahl angezeigt, mit welcher der Anruf von jedem Benutzer entgegengenommen werden kann, für welcher eine Call Park Policy zugewiesen ist.

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Parkierte Anrufe bleiben für max. 5 Minuten geparkt. Danach klingelt der Anruf erneut bei dem Benutzer, welcher den Anruf parkiert hat.
Call Park & Retrieve wird derzeit auch schon von der Teams App auf iOS unterstützt. Die Android App unterstützt derzeit erst Call Retrieve.

Call Park ist standardmässig deaktiviert, auch bei Office 365 Tenants bei welchen Direct Routing bereits eingerichtet ist. Dieses Feature kann aktuell nur über PowerShell aktiviert werden, kontaktieren Sie uns, falls auch Sie gerne Call Park nutzen möchten. Wir helfen Ihnen gerne bei der Einrichtung.

Shared Line Appearance

SLA hat in diesem Fall nichts mit einem Service Level Agreement zu tun, sondern mit der sogenannten «Shared Line Apearance» oder auch Stellvertretung genannt. Anhand von Stellvertretungen kann man entweder nur Anrufe von anderen Personen empfangen, nur Anrufe im Namen von anderen Personen tätigen oder beides zusammen.

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Sobald man als Stellvertretung einer anderen Person hinzugefügt wurde und die Erlaubnis hat Anrufe in deren Namen zu tätigen, kann man vor einem Anruf auswählen, ob man den Anruf als sich selbst oder als eine andere Person tätigen möchte.

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Klassischerweise wird dieses Feature von Assistentinnen und Assistenten eingesetzt, damit Sie Anrufe für Vorgesetzte beantworten oder in Ihrem Namen tätigen können.

In unserem Beispiel haben wir einfach die Hauptnummer einem Benutzer zugeteilt und können so auch ohne weitere Konfiguration auf dem SBC ausgehende Anrufe mit der Hauptnummer tätigen.

Bei eingehenden Anrufen sieht man deutlich für wen der Anruf bestimmt war.

Yealink Teams Phones T56A & T58A

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Yealink hat mit den Modellen T56A & T58A als erster Hersteller zwei native Teams Tischtelefone auf den Markt gebracht. Die Telefone laufen mit Android und sind offiziell für Teams zertifiziert. Da auf den Geräten ein Teams Client / eine Teams Applikation läuft, müssen die Benutzer auch entsprechend eine Teams Lizenz besitzen.

Yealink T56A Teams Edition, jetzt erhältich!

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Das interessanteste an diesen neuen Geräten ist, dass diese sich direkt durch das Teams Admin Center verwalten und provisionieren lassen.

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Anhand von Configuration Profiles lassen sich diverse Einstellungen wie z.B. PIN, Zeitzone, Timeouts (Bildschirm Standby) oder Netzwerkeinstellungen festlegen und anschliessend auf die Geräte verteilen.

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Wie Sie sehen hat sich also in den letzten Monaten einiges getan in Sachen Microsoft Teams & Direct Routing. Microsoft fügt ständig neue Features hinzu, und wir arbeiten fleissig daran, diese zu implementieren, zu testen und anschliessend auch unseren Kunden anzubieten.

Wenn auch Sie Microsoft Teams als Ihre primäre, standortunabhängige Cloud Telefonie Lösung nutzen möchten, dann rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

 

 

 

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